Salzburger Aprilwetter

Der Morgen begrüßt uns heute relativ durchwachsen und etwas nieselig. Außerdem ist Doris nur müde von den letzten Wander- und Ausflugstagen.

Darum wird nach dem Frühstück erst einmal ein wenig nachgeschlafen, um dann doch auf eine kleiner Wanderung aufzubrechen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir machen es uns heute aber nicht allzu schwer und wählen die Breitenebenalm beginnend vom Parkplatz der Sonneggbrücke.

 

 

 

 

 

 

 

Es sollen ca. 5 km mit 250 Höhenmetern werden – also für einen müden Tag gut machbar. Das Wetter bleibt unbeständig und es tröpfelt immer wieder ein klein wenig, aber wir schaffen den Aufstieg (ohne Abkürzung) auf dem Forstweg trockenen Fußes um dann in der sehr netten Breitenebenalm auf einen Almdudler, Kaffee und Apfelstrudel einzukehren.

 

 

 

 

 

 

 

Nach diese kleinen Stärkung und immer noch ganz dunklen Wolken schaffen wir es ohne wirklich nass zu werden auf gleichem Weg retour – und haben damit auch unser Wandergewissen ein wenig befriedigt.

Gut war es so, denn wenn wir 1/2 Stunde später unterwegs gewesen wären, wären wir auch anständig durchnässt worden. Den Nachmittag verbringen wir gemütlich vor dem Infrarot am Zimmer und in der Kräutersauna im Wellness Bereich. Schlussendlich beschließen wir nach einem Blick auf mehrere Wettervorhersagen dann doch schon morgen unsere Zelte hier abzubrechen und werden uns ganz gemütlich wieder in Richtung nach Hause bewegen. Schön wars, abwechslungsreich und wieder ein Stück Österreich das wir neu entdeckt haben.

Dem Liechtenstein seine Klamm

Nachdem wir die letzten beiden Tage so brav wandern waren und das Wetter heute eher durchwachsen angekündigt war, rufen wir einen Erholungstag aus – oder eben das was wir darunter verstehen.

Zufällig sind wir auf die Kirche in St. Johann im Pongau – dem Pongauer Dom, gewidmet dem Heiligen Johannes dem Täufer und Evangelisten – gestoßen.

 

Gleichzeitig kann man sich dann auch St. Johann anschauen, da es am Weg in die Liechtensteinklamm liegt.

Also der Dom ist durchaus etwas gross für St. Johann ausgefallen und schon beeindruckend, was für den Rest der Bezirkshauptstadt nicht so gilt.

Wir haben uns Mühe gegeben, aber sind nicht sonderlich beeindruckt in Richtung Klamm weitergefahren. Diese ist dafür umso bemerkenswerter: in 150 Millionen Jahren erschaffen, und seit 150 Jahren begehbar. Zwischen 2017 – 2020 wurde sie umfassend und sehr, sehr sicher restauriert und wieder zugänglich gemacht.

Die Klamm ist ca. 1,2 km lang und man absolviert doch über 100 Höhenmeter bis zum Wasserfall am Ende der Liechtensteinklamm. Die Klamm ist bis zu 300 Meter tief, und ist damit eine der tiefsten Klammen in den Alpen. Besonders beeindruckend ist der „Helix“, eine Wendeltreppe die unterschiedlichen Ebenen der Klamm miteinander verbindet. An die 900 Stufen sind beim Durchwandern der Klamm zu bewältigen. Noch dazu hatten wir Glück mit dem Wetter das im Laufe des Tages aufklarte. So sieht also ein Erholungstag im Hause Holland-Hermann aus, den wir mit noch 2 Kräutersauna-Gängen am späteren Nachmittag und einem Kaiserschmarrn als Nachspeise vom Abend abschlossen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Einmal Alm mit Ruhetag bitte

So muss ein Morgen in den Bergen aussehen: wenn man aus dem Bett und Fenster schaut und die Sonne sieht, dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

Wir sind uns allerdings unschlüssig wo es uns hin verschlagen wird. Nach einer Shortlist von 3 Wanderungen ziehen wir dann doch noch unseren Frühstücksbetreuer zu Rate, und entscheiden uns dann für die Heugathalm. Der Aufstieg ist entweder über einen Steig durch den Wald oder aber als Alternative über einen Forstweg, der zwar ca. 1 km länger ist, aber natürlich Vorteile bezüglich der Höhenmeter pro km hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hinterm Haus geht es nach dem Frühstück los, und nach ca. 500 Metern Aufstieg haben wir die Wahl: Steig oder Forststrasse.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unbedarft wie wir sind entscheiden wir uns für den Wald – und das wird heftig. Der Weg ist zwar wunderschön aber wir absolvieren doch auf nicht ganz 4 km die gesamten Höhenmeter des Tages (etwas mehr als 600). Doris will drei Mal offiziell aufgeben und den Weg wieder runter, aber zu guter Letzt gewinnt der Ergeiz und sie verbeißt sich in den Berg. Gerhard macht das wieder einmal nicht so viel aus – zumindest augenscheinlich. Auf 1.519 Metern angekommen, geht es dann allerdings nur mehr abwärts mit uns in Richtung Heugathalm.

Leider hat die Alm heute zu, aber da wir mit Müsliriegel und Trinken versorgt sind, spielt das keine grosse Rolle. Immer wieder sind wir aber überrascht was wir denn so im Aufstieg geschafft haben, wenn man die gleiche Höhe dann Richtung Großarl wieder absteigt. Nach gut 12 km kommen wir dann zufrieden und etwas erledigt wieder „zu Hause“ an – gönnen wir uns noch ein extra großes Stück Torte im Café Dorfkind und lassen es für heute gut sein. Sogar für den Wellness Bereich sind wir etwas zu schlapp heute – ABER vernünftig wie wir sind, gibt es morgen ein Soft-Programm.

Do kumt de Sunn

Heute – Sonntag – wäre doch wohl wirklich der erste Wandertag angesagt, wenn wir dem Wetterbericht und unserem Vermieter vertrauen.

Genau so ist es auch. Der Blick des morgens aus dem Fenster zeigt zwar noch die eine oder andere Wolkenbank, aber auch blauen Himmel und überraschenderweise auch schneebedeckte Berge an den Südhängen von Großarl.

Dementsprechend sind wir hoch motiviert, nehmen uns aber keine Monstertour vor, sondern orientieren uns an den bereits geöffneten Almen im Tal.

Die Wahl fällt auf Aigenalm-Paulhütte, einen Marsch vom Hotel hinauf in den Talschluss beim Mandlkar.

Die erste Strecke führt uns den Kapellenweg entlang bis nach Niederaigen von dort geht es aufwärts – ca. 440 Höhenmeter auf 4 km.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir entscheiden uns für die Forststrasse und nicht für die Abkürzung durch den Wald, denn die 3 – 4 Abkürzungen scheinen uns doch für die erste Wanderung zu anstrengend und wohl teilweise auch gatschig (wir werden es aber nie wirklich erfahren). Also traben wir wie doch einige andere (vorwiegend Einheimische auf ihrem Sonntags-spaziergang) stetig bergauf bis an eine kleine Kapelle, von wo aus die Paulhütte schon zu sehen und nur mehr 15 Minuten entfernt ist.

Natürlich kehren wir in der liebevoll eingerichteten Hütte auf einen Almdudler und einen Kaiserschmarrn ein, und genießen für kurze Zeit die Wärme des Kachelofens, denn ins Schwitzen sind wir durchaus gekommen. Nach dieser kurzen wohlverdienten Pause bewandern wir den gleichen Weg wieder hinunter ins Tal, wo wir am frühen Nachmittag nach ungefähr 15 km wieder im Hubertushof ankommen. Zusammengefasst: für die erste richtige Wanderung des Jahres ist es sehr gut gelaufen, wir haben nicht übertrieben und können durchaus auf unsere Basiskondition unserer AD Umrundungen gut zurückgreifen. Zu schätzen wissen wir mittlerweile auch die Auswahl unserer Hotels mit Wellness-Bereich und einer feiner Kräutersauna/Dampfbad, wo wir unseren müden Knochen am Nachmittag etwas gutes tun.

Urlaub dahoam

Jetzt ist es soweit: unser erster längerer Österreichurlaub mit unserem wunderbaren grünen Renault 5 E-Tech. Eigentlich sollten wir noch gar nicht unterwegs sein, denn unser Trip nach Großarl war für die erste Juniwoche geplant, aber mit dem Hin und Her wegen der Schulter-OP von Doris landen wir jetzt mitten zu den Eismännern in den Alpen.

Warum wir überhaupt das Auto erwähnen: einerseits weil wir noch immer in unser grünes Monster verliebt sind, und andererseits haben wir uns diesmal auf die Routenplanung mit den unterschiedlichen Ladevorschlägen verlassen; und ja: es funktioniert wunderbar und absolut stressfrei so wie die ganze Reise von Wien ins Großarltal.

Als Herberge haben wir uns den Hubertushof ausgesucht, mit freistehender Badewanne und Infrarot am Zimmer und Halbpension.

Wie schon erwähnt, pfeifen uns die Eismänner ein wenig hinein, denn seit Ankunft am Freitag regnet es immer wieder, aber ab Sonntag (also morgen) soll sich alles zum Guten wenden. Nach einem kurzen Füße vertreten am Ankunftstag und einem Besuch im Zentrum und der Kirche richten wir uns erst mal ein und kommen anständig an.

 

Nach einem Blick aus dem Fenster heute Morgen beschließen wir unseren Trip ins Gasteinertal vorzuverlegen und fahren schon heute ins Nachbartal. Also raus aus Tal 1 und rein ins Tal 2. Unser erster Zwischenstop inkl. Laden bringt uns nach Bad Hofgastein. Wir nutzen unsere 30 Minuten fürs Laden und machen eine Runde durch den Ort. Wohl früher mal ein mondäner Kurort ist wohl Bad Hofgastein auch schon ein wenig in die Jahre gekommen.

Außer Einheimische mit St. Johanner Kennzeichen sieht man fast ausschließlich Autos unserer deutschen Nachbaren. Kurhaus, Kurmittelhaus, Kuranstalt und ein riesiges Kongresszentrum und eine Fußgängerzone sind zusammengefasst die wohl nicht bleibenden Eindrücke von Bad Hofgastein. Ach ja: eine wunderschöne Kirche im Zentrum muss auf jeden Fall erwähnt werden, und die Tatsache das auf den Bergen rundum noch einiges an Schnee liegt.

Ach unserem Ladepäuschen geht es dann aber weiter zu unserem eigentlichen heutigen Ziel: die Wasserfälle von Bad Gastein. Zugegeben die Erwartungshaltung ist gross, denn man hört immer wieder von einstiger Pracht, Verfall aber gross angelegten Renovierungen des Ortes. Gleich bei den Wasserfällen stellen wir uns ins Parkhaus, und machen uns bei immer wieder Nieseln auf den Weg. Zuerst kommt die schon millionenfach fotografierte Sicht auf die Gasteiner Ache vom Straubingerplatz aus, geht es dann den Wasserfallweg hinauf und danach runter ins Ortszentrum. Die Kirche von Bad Gastein ist leider nicht zu besichtigen, da sie wegen undefinierten statischen Problemen geschlossen ist – schade.

 

Darum wandern wir weiter den Wasserfallweg entlang, queren beim Kraftwerk die Ache und kämpfen uns wieder den Berg hinauf bis zum Grand Hotel de Europe. Wir sind immer noch auf der Suche nach dem Flair der vergangenen Zeiten oder den frisch renovierten Prunkbauten – aber leider werden wir nicht fündig. Es könnte durchaus sein das es am durchwachsenen Wetter liegt – wir sind uns allerdings ziemlich sicher, dass unsere Erwartungshaltung wohl weniger mit der Wirklichkeit überein stimmt. Nicht falsch verstehen: wir haben heute einen wunderschönen Ausflug gemacht, und wir konnten uns ganz zufrieden in den Wellness Bereich des Hubertushof zurückziehen und den Tag ausklingen lassen. Übrigens: morgen klart es auf und unsere ersten Almen, die bewirtschaftet sind und die wir besuchen werden, sind schon bestimmt.

 

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