Heute – Sonntag – wäre doch wohl wirklich der erste Wandertag angesagt, wenn wir dem Wetterbericht und unserem Vermieter vertrauen.
Genau so ist es auch. Der Blick des morgens aus dem Fenster zeigt zwar noch die eine oder andere Wolkenbank, aber auch blauen Himmel und überraschenderweise auch schneebedeckte Berge an den Südhängen von Großarl.
Dementsprechend sind wir hoch motiviert, nehmen uns aber keine Monstertour vor, sondern orientieren uns an den bereits geöffneten Almen im Tal.
Die Wahl fällt auf Aigenalm-Paulhütte, einen Marsch vom Hotel hinauf in den Talschluss beim Mandlkar.
Die erste Strecke führt uns den Kapellenweg entlang bis nach Niederaigen von dort geht es aufwärts – ca. 440 Höhenmeter auf 4 km.


Wir entscheiden uns für die Forststrasse und nicht für die Abkürzung durch den Wald, denn die 3 – 4 Abkürzungen scheinen uns doch für die erste Wanderung zu anstrengend und wohl teilweise auch gatschig (wir werden es aber nie wirklich erfahren).
Also traben wir wie doch einige andere (vorwiegend Einheimische auf ihrem Sonntags-spaziergang) stetig bergauf bis an eine kleine Kapelle, von wo aus die Paulhütte schon zu sehen und nur mehr 15 Minuten entfernt ist.
Natürlich kehren wir in der liebevoll eingerichteten Hütte auf einen Almdudler und einen Kaiserschmarrn ein, und genießen für kurze Zeit die Wärme des Kachelofens, denn ins Schwitzen sind wir durchaus gekommen. Nach dieser kurzen wohlverdienten Pause bewandern wir den gleichen Weg wieder hinunter ins Tal, wo wir am frühen Nachmittag nach ungefähr 15 km wieder im Hubertushof ankommen. Zusammengefasst: für die erste richtige Wanderung des Jahres ist es sehr gut gelaufen, wir haben nicht übertrieben und können durchaus auf unsere Basiskondition unserer AD Umrundungen gut zurückgreifen. Zu schätzen wissen wir mittlerweile auch die Auswahl unserer Hotels mit Wellness-Bereich und einer feiner Kräutersauna/Dampfbad, wo wir unseren müden Knochen am Nachmittag etwas gutes tun.




Jetzt ist es soweit: unser erster längerer Österreichurlaub mit unserem wunderbaren grünen Renault 5 E-Tech. Eigentlich sollten wir noch gar nicht unterwegs sein, denn unser Trip nach Großarl war für die erste Juniwoche geplant, aber mit dem Hin und Her wegen der Schulter-OP von Doris landen wir jetzt mitten zu den Eismännern in den Alpen.
Warum wir überhaupt das Auto erwähnen: einerseits weil wir noch immer in unser grünes Monster verliebt sind, und andererseits haben wir uns diesmal auf die Routenplanung mit den unterschiedlichen Ladevorschlägen verlassen; und ja: es funktioniert wunderbar und absolut stressfrei so wie die ganze Reise von Wien ins Großarltal.
Als Herberge haben wir uns den Hubertushof ausgesucht, mit freistehender Badewanne und Infrarot am Zimmer und Halbpension.
Wie schon erwähnt, pfeifen uns die Eismänner ein wenig hinein, denn seit Ankunft am Freitag regnet es immer wieder, aber ab Sonntag (also morgen) soll sich alles zum Guten wenden. Nach einem kurzen Füße vertreten am Ankunftstag und einem Besuch im Zentrum und der Kirche richten wir uns erst mal ein und kommen anständig an.
Nach einem Blick aus dem Fenster heute Morgen beschließen wir unseren Trip ins Gasteinertal vorzuverlegen und fahren schon heute ins Nachbartal. Also raus aus Tal 1 und rein ins Tal 2. Unser erster Zwischenstop inkl. Laden bringt uns nach Bad Hofgastein. Wir nutzen unsere 30 Minuten fürs Laden und machen eine Runde durch den Ort. Wohl früher mal ein mondäner Kurort ist wohl Bad Hofgastein auch schon ein wenig in die Jahre gekommen.
Außer Einheimische mit St. Johanner Kennzeichen sieht man fast ausschließlich Autos unserer deutschen Nachbaren. Kurhaus, Kurmittelhaus, Kuranstalt und ein riesiges Kongresszentrum und eine Fußgängerzone sind zusammengefasst die wohl nicht bleibenden Eindrücke von Bad Hofgastein. Ach ja: eine wunderschöne Kirche im Zentrum muss auf jeden Fall erwähnt werden, und die Tatsache das auf den Bergen rundum noch einiges an Schnee liegt.
Ach unserem Ladepäuschen geht es dann aber weiter zu unserem eigentlichen heutigen Ziel: die Wasserfälle von Bad Gastein. Zugegeben die Erwartungshaltung ist gross, denn man hört immer wieder von einstiger Pracht, Verfall aber gross angelegten Renovierungen des Ortes. Gleich bei den Wasserfällen stellen wir uns ins Parkhaus, und machen uns bei immer wieder Nieseln auf den Weg. Zuerst kommt die schon millionenfach fotografierte Sicht auf die Gasteiner Ache vom Straubingerplatz aus, geht es dann den Wasserfallweg hinauf und danach runter ins Ortszentrum. Die Kirche von Bad Gastein ist leider nicht zu besichtigen, da sie wegen undefinierten statischen Problemen geschlossen ist – schade.
Darum wandern wir weiter den Wasserfallweg entlang, queren beim Kraftwerk die Ache und kämpfen uns wieder den Berg hinauf bis zum Grand Hotel de Europe. Wir sind immer noch auf der Suche nach dem Flair der vergangenen Zeiten oder den frisch renovierten Prunkbauten – aber leider werden wir nicht fündig. Es könnte durchaus sein das es am durchwachsenen Wetter liegt – wir sind uns allerdings ziemlich sicher, dass unsere Erwartungshaltung wohl weniger mit der Wirklichkeit überein stimmt. Nicht falsch verstehen: wir haben heute einen wunderschönen Ausflug gemacht, und wir konnten uns ganz zufrieden in den Wellness Bereich des Hubertushof zurückziehen und den Tag ausklingen lassen. Übrigens: morgen klart es auf und unsere ersten Almen, die bewirtschaftet sind und die wir besuchen werden, sind schon bestimmt.
Nein wir geben nicht auf: bis zur letzten Minute wird noch alles was Neuseeland betrifft, mitgenommen. Heute ist darum Auckland zum Abschluss an der Reihe.
Wir haben nicht umsonst Takapuna als Ausgangspunkt gewählt, da man entspannt in 25 Minuten mit dem Bus Nr. 82 in Auckland City gelangen kann.

Nachdem wir gestern sooooo fleißig waren, haben wir uns jetzt Städtetourismus verdient. Zuerst schwängern wir in Takapuna noch einmal über den Sonntagsmarkt bevor wir bereits gegen 9:30 in Auckland ankommen.
Um diese Zeit ist die Stadt noch sehr im Aufwachen begriffen, und darum gehören uns die Fußgängerzonen, wie die Queen Street, fast alleine. Nach einen kurzen Blick auf den Skytower wenden wir uns aber dem Albert Park zu um dann in Richtung Auckland Domain weiterzumarschieren.
Dort sieht man noch die Spuren des gestrigen riesigen Christmas Markets inklusive Konzert. Unser Weg führt uns in Richtung War Memorial zu den Wintergärten Aucklands.
Ja, wir waren schon mal hier, aber wie es in Blumengärten eben so ist: jedesmal ist es neu, unerwartet und wunderschön. Nach einer kurzen Pause geht es dann aber weiter in Richtung Harbour.
Zuerst einmal am Ferry Building und einigen Kreuzfahrschiffen vorbei, entdecken wir die 99 Jahre alte Museumsstrassenbahn aus Melbourne und fahren mit ihr den Wynyard Loop. Die Fahrerin und gleichzeitig Schaffnerin ist wohl ungefähr genau so alt wie die Straßenbahn, aber gerade das macht es sehr spaßig. In Summe bringt uns diese kleine Runde einem unserer weiteren Zeile heute näher: den Silos im Aucklander Hafen. Silo 6 ist für eine Ausstellung geöffnet.
Innen erkennt man aber ,das es sich um eine Kombination von 6 Silotürmen die miteinander verbunden sind und unterschiedlichste Ausstellungen beherbergen. Auf jeden Fall ist es eine super schöne Industriearchitektur geworden mit durchaus interessanten Ausstellungsstücken.
Es folgt noch ein kleiner Abstecher in Richtung Marina und zur Harbourbridge um danach wieder in den Bus 82 zu steigen und retour zu fahren. Unser kleiner Spaziergang inkl. Straßenbahn ist dann doch wieder 11,5 km lang geworden und so haben wir uns am Nachmittag ein Eis und am Abend zum endgültigen Abschluss einen hervorragenden Burger mit Chips verdient. Morgen gibt es obwohl Abreisetag noch einiges zu tun: endgültig zusammenpacken, noch etwas ausmisten, Lebensmittel spenden, ein letztes Mal drüberwischen und Auto in den Stall zurück bringen. Dann geht es jetzt dann endgültig nach Hause.
Kann man sagen das Hamilton unsere letzte wirkliche Etappe war – eigentlich nicht, denn auch in Takapuna, das wir schon kennen, gibt es noch einiges zu erleben. Gegen 9:00 Uhr brechen wir also in Hamilton auf um die 130 km nach Takapuna zu absolvieren. Samstag vormittags ist zwar viel Verkehr, ausserdem nähern wir uns der einzigen Großstadt Neuseelands, aber wir kommen im wesentlichen gut voran.

Wir müssen sogar für unser early check-in sogar ein wenig trödeln, aber da wir uns herausnehmen uns in Takapuna schon auszukennen, gibt es mal ein Vormittagseis bevor wir den Campground beziehen. Die Motivation bezüglich heutiger Tätigkeit – Grundputz vom Wohnmobil – ist relativ gering, insbesondere da es ein wunderschöner Tag mit 25 Grad ist und wir uns mitten im Strandleben der Neuseeländer befinden. Aber zu guter letzt raffen wir uns doch auf und erledigen den gesamten Grobputz inklusive das Einpacken der nicht mehr benötigten Sachen in wenigen Stunden.
