Nein wir geben nicht auf: bis zur letzten Minute wird noch alles was Neuseeland betrifft, mitgenommen. Heute ist darum Auckland zum Abschluss an der Reihe.
Wir haben nicht umsonst Takapuna als Ausgangspunkt gewählt, da man entspannt in 25 Minuten mit dem Bus Nr. 82 in Auckland City gelangen kann.

Nachdem wir gestern sooooo fleißig waren, haben wir uns jetzt Städtetourismus verdient. Zuerst schwängern wir in Takapuna noch einmal über den Sonntagsmarkt bevor wir bereits gegen 9:30 in Auckland ankommen.
Um diese Zeit ist die Stadt noch sehr im Aufwachen begriffen, und darum gehören uns die Fußgängerzonen, wie die Queen Street, fast alleine. Nach einen kurzen Blick auf den Skytower wenden wir uns aber dem Albert Park zu um dann in Richtung Auckland Domain weiterzumarschieren.

Dort sieht man noch die Spuren des gestrigen riesigen Christmas Markets inklusive Konzert. Unser Weg führt uns in Richtung War Memorial zu den Wintergärten Aucklands.
Ja, wir waren schon mal hier, aber wie es in Blumengärten eben so ist: jedesmal ist es neu, unerwartet und wunderschön. Nach einer kurzen Pause geht es dann aber weiter in Richtung Harbour.
Zuerst einmal am Ferry Building und einigen Kreuzfahrschiffen vorbei, entdecken wir die 99 Jahre alte Museumsstrassenbahn aus Melbourne und fahren mit ihr den Wynyard Loop. Die Fahrerin und gleichzeitig Schaffnerin ist wohl ungefähr genau so alt wie die Straßenbahn, aber gerade das macht es sehr spaßig. In Summe bringt uns diese kleine Runde einem unserer weiteren Zeile heute näher: den Silos im Aucklander Hafen. Silo 6 ist für eine Ausstellung geöffnet.
Innen erkennt man aber ,das es sich um eine Kombination von 6 Silotürmen die miteinander verbunden sind und unterschiedlichste Ausstellungen beherbergen. Auf jeden Fall ist es eine super schöne Industriearchitektur geworden mit durchaus interessanten Ausstellungsstücken.
Es folgt noch ein kleiner Abstecher in Richtung Marina und zur Harbourbridge um danach wieder in den Bus 82 zu steigen und retour zu fahren. Unser kleiner Spaziergang inkl. Straßenbahn ist dann doch wieder 11,5 km lang geworden und so haben wir uns am Nachmittag ein Eis und am Abend zum endgültigen Abschluss einen hervorragenden Burger mit Chips verdient. Morgen gibt es obwohl Abreisetag noch einiges zu tun: endgültig zusammenpacken, noch etwas ausmisten, Lebensmittel spenden, ein letztes Mal drüberwischen und Auto in den Stall zurück bringen. Dann geht es jetzt dann endgültig nach Hause.




Kann man sagen das Hamilton unsere letzte wirkliche Etappe war – eigentlich nicht, denn auch in Takapuna, das wir schon kennen, gibt es noch einiges zu erleben. Gegen 9:00 Uhr brechen wir also in Hamilton auf um die 130 km nach Takapuna zu absolvieren. Samstag vormittags ist zwar viel Verkehr, ausserdem nähern wir uns der einzigen Großstadt Neuseelands, aber wir kommen im wesentlichen gut voran.

Wir müssen sogar für unser early check-in sogar ein wenig trödeln, aber da wir uns herausnehmen uns in Takapuna schon auszukennen, gibt es mal ein Vormittagseis bevor wir den Campground beziehen. Die Motivation bezüglich heutiger Tätigkeit – Grundputz vom Wohnmobil – ist relativ gering, insbesondere da es ein wunderschöner Tag mit 25 Grad ist und wir uns mitten im Strandleben der Neuseeländer befinden. Aber zu guter letzt raffen wir uns doch auf und erledigen den gesamten Grobputz inklusive das Einpacken der nicht mehr benötigten Sachen in wenigen Stunden.


Ja, ja- unverhofft kommt oft. Wir dachten wir haben die spontane Plan B Phase hinter uns, aber nein. Wir schauen heute beim Fenster in Kawhia raus und stellen fest es ist bewölkt und vor allem es ist windig. Das heisst aus unserem ursprünglichen Plan eines letzten ausgedehnten kilometerlangen Strandspazierganges wird wohl nichts, und nur am Campground wollen wir auch nicht herumhängen.
Daher, wie gesagt, muss wieder mal ein neuer Plan her. Wir entscheiden uns den Hot Water Beach mal kurz zu besuchen, damit wir einfach mal dort waren, und steuern dann Hamilton an. Es war nicht geplant die Hamilton Gardens zu besuchen, aber es wäre ein unglaubliches Versäumnis gewesen es nicht zu tun. Hamilton Gardens besteht aus über 20 Themengärten, die alle voneinander abgetrennt zu bewundern sind.

Wir finden den englischen Garten, den indischen, den japanischen, den chinesischen, den Kräutergarten, den Gemüsegarten, den tropischen Garten, den italienischen Renaissance Garten, auch den surrealistischen und noch viele mehr. Wie gesagt, dieser Ausflug hat sich wirklich ausgezahlt und lässt einem mit unterschiedlichen Düften in der Nase zurück.
Großartig ist dort sicher auch eine Jahreskarte zu haben, da sich die Zusammenstellung in den unterschiedlichen Gärten permanent verändert.

Außerdem ist das Projekt Hamilton Gardens noch nicht fertig, sondern es wird an diversen Gartenerweiterungen gearbeitet; wie zum Beispiel dem Barock Garten – also wäre man gut beraten die Gardens ein weiters Mal auf der Liste zu haben. Wir haben also den Weg zu unserem letzten Campground in Takapuna um 1/3 verkürzt und machen auch über Nacht einen Zwischenstop in Hamilton und können diese letzte Etappe morgen ganz entspannt am Vormittag erledigen. Nachmittags ist dann Putztag.


Nach unserem sehr exzessiven Tag mit den Hobbits gestern, ist mal angedacht es vielleicht ein wenig ruhiger angehen zu lassen. Zusätzlich ist uns die Tatsache bewusst, dass wir uns auf der vorletzten Etappe unserer grossen Reise befinden.
Wir beschließen also nochmals das Meer genießen zu wollen, und was bietet sich da mehr an als noch eine der unterhaltsamen Möglichkeiten Neuseelands anzusehen – einen hot Water Beach. Kawhia bietet so einen, ist asphaltiert zu erreichen und nur 80 km von Cambridge entfernt.
Ursprünglich wollten wir uns noch an einem kleinen See am Weg – dem Lake Ngaroto – die Beine vertreten, aber bei Windstille und 27 Grad im Schatten haben wir es uns dann doch verkniffen und sind weitergefahren.
Ja, hier am Meer ist es auch nicht kühler aber es geht zumindest ein Lüftchen. Der Weg stellt sich dann doch ein wenig herausfordernder vor als gedacht, denn wir haben zwar mit einer Hügellandschaft gerechnet, dass wir allerdings noch ein paar Berge überwinden müssen damit haben wir nicht gerechnet. Aber egal, wir sind gut im Kawhia Beach S-Cape angekommen – einem wieder einmal sehr bodenständigen Campground.
Auch dieser füllt sich jetzt gegen Abend aber gänzlich, und wir können dem Treiben von unserem fast unverbauten Meerblick beobachten – und natürlich ausreichend lästern. Auch den Cliff Walk in Kawhia haben wir bewältigt – satte 4 km hin uns retour durch den Ort und wieder zurück, aber das war es dann auch für heute. Hier wo sich die Füchse gute Nacht sagen, werden wir das heute auch bald tun, denn es steht das letzte Wochenende an.
Heute haben wir wahrlich das absolut kontroverseste Programm der ganzen Reise auf dem Plan. Am Vormittag the es nach Waimangu ins Volcanic Valley. Wir waren 2018 schon mal dort, das allerdings nur zur Hälfte und das wieder einmal dem Wetter damals geschuldet.
Nicht so heute, wir waren allerdings um die Uhrzeit (ca. 9:00 Uhr) so gut wie alleine unterwegs. Der walk, der in Summe 4 km lang ist, teilt sich in 3 Abschnitte: Crater, Terrace und Feuchtgebiet. Wahrlich interessant ist nur der erste Abschnitt und der Rest einfach nett um sich die Beine zu vertreten. Wir stapfen also den Berg abwärts in Valley hinein um wieder mal das Gefauche und Geblubbere zu bestaunen und das ganze umhüllt von Nebel und unglaublichen Farben. Es gibt kleine Geysiere und Sinter Terrassen zu bestaunen, aber wieder einmal alles mit dem Hinweis das es verdammt heiß wäre die Wassertemperatur testen zu wollen.


Dort checken wir erst einmal ein und kümmern uns um die erste Fotosession, bevor wir gegen 16:00 Uhr in Richtung Matamata aufbrechen um jetzt endlich die Hobbits zu besuchen. Wir erwarten nichts gutes was den Andrang betrifft, denn Touren führen im 10 Minuten Takt vom Visitor Center weg – aber auch diesmal hält sich die Anzahl der Besucher erfreulicherweise in Grenzen.
Da wir zeitig dran sind bekommen wir sogar einen Slot 20 Minuten vor dem eigentlich gebuchten, und können ist einer sehr kleinen Gruppe von 17 Leuten und Hannah (unserer Guide) mit dem Bus in Richtung Hobbiton starten. Errichtet auf dem Farmgelände der Fam. Alexander wurde hier das gesamte Aussenfilmset von Hobbiton erhalten.

Es ist einfach großartig hier durchzulaufen, insbesondere wenn man die ganzen Details die dieses Set zu bieten hat betrachtet. Von den Fensterdekorationen über die Beschriftungen der Briefkästen ist alles extrem liebevoll gestaltet. Vom unteren Ortsteil von Hobbiton geht es hinauf zu Bilbos und Frodos Haus mit einem wunderbaren Überblick auf das ganze Dorf inklusive dem Green Dragon in der Ferne.
2 Hobbithöhlen wurden auch liebevoll nachgestaltet und wir haben die Gelegenheit auch eine Hobbithöhle von Innen bestaunen zu dürfen. Am Green Dragon gibt es dann noch eine kleine Erfrischung – ein Ginger Beer – bevor es mit dem Bus wieder zurück zum Ausgangspunkt geht. In Summe muss man sich den Hobbit und den Herr der Ringe auf jeden Fall nochmals ansehen, denn jetzt waren wir an vielen der Orte wo diese Filme gedreht wurden und man sieht sich auf die einzelnen Szenen mit einem ganz anderen Blick.
Der ganze Tag hat sich auf jeden Fall mehr als ausgezahlt und wir gehen heute sicher ein wenig gebückt aber rundum zufrieden in unsere kleine Höhle schlafen.