Jetzt ist es soweit: unser erster längerer Österreichurlaub mit unserem wunderbaren grünen Renault 5 E-Tech. Eigentlich sollten wir noch gar nicht unterwegs sein, denn unser Trip nach Großarl war für die erste Juniwoche geplant, aber mit dem Hin und Her wegen der Schulter-OP von Doris landen wir jetzt mitten zu den Eismännern in den Alpen.
Warum wir überhaupt das Auto erwähnen: einerseits weil wir noch immer in unser grünes Monster verliebt sind, und andererseits haben wir uns diesmal auf die Routenplanung mit den unterschiedlichen Ladevorschlägen verlassen; und ja: es funktioniert wunderbar und absolut stressfrei so wie die ganze Reise von Wien ins Großarltal.
Als Herberge haben wir uns den Hubertushof ausgesucht, mit freistehender Badewanne und Infrarot am Zimmer und Halbpension.
Wie schon erwähnt, pfeifen uns die Eismänner ein wenig hinein, denn seit Ankunft am Freitag regnet es immer wieder, aber ab Sonntag (also morgen) soll sich alles zum Guten wenden. Nach einem kurzen Füße vertreten am Ankunftstag und einem Besuch im Zentrum und der Kirche richten wir uns erst mal ein und kommen anständig an.
Nach einem Blick aus dem Fenster heute Morgen beschließen wir unseren Trip ins Gasteinertal vorzuverlegen und fahren schon heute ins Nachbartal. Also raus aus Tal 1 und rein ins Tal 2. Unser erster Zwischenstop inkl. Laden bringt uns nach Bad Hofgastein. Wir nutzen unsere 30 Minuten fürs Laden und machen eine Runde durch den Ort. Wohl früher mal ein mondäner Kurort ist wohl Bad Hofgastein auch schon ein wenig in die Jahre gekommen.
Außer Einheimische mit St. Johanner Kennzeichen sieht man fast ausschließlich Autos unserer deutschen Nachbaren. Kurhaus, Kurmittelhaus, Kuranstalt und ein riesiges Kongresszentrum und eine Fußgängerzone sind zusammengefasst die wohl nicht bleibenden Eindrücke von Bad Hofgastein. Ach ja: eine wunderschöne Kirche im Zentrum muss auf jeden Fall erwähnt werden, und die Tatsache das auf den Bergen rundum noch einiges an Schnee liegt.
Ach unserem Ladepäuschen geht es dann aber weiter zu unserem eigentlichen heutigen Ziel: die Wasserfälle von Bad Gastein. Zugegeben die Erwartungshaltung ist gross, denn man hört immer wieder von einstiger Pracht, Verfall aber gross angelegten Renovierungen des Ortes. Gleich bei den Wasserfällen stellen wir uns ins Parkhaus, und machen uns bei immer wieder Nieseln auf den Weg. Zuerst kommt die schon millionenfach fotografierte Sicht auf die Gasteiner Ache vom Straubingerplatz aus, geht es dann den Wasserfallweg hinauf und danach runter ins Ortszentrum. Die Kirche von Bad Gastein ist leider nicht zu besichtigen, da sie wegen undefinierten statischen Problemen geschlossen ist – schade.
Darum wandern wir weiter den Wasserfallweg entlang, queren beim Kraftwerk die Ache und kämpfen uns wieder den Berg hinauf bis zum Grand Hotel de Europe. Wir sind immer noch auf der Suche nach dem Flair der vergangenen Zeiten oder den frisch renovierten Prunkbauten – aber leider werden wir nicht fündig. Es könnte durchaus sein das es am durchwachsenen Wetter liegt – wir sind uns allerdings ziemlich sicher, dass unsere Erwartungshaltung wohl weniger mit der Wirklichkeit überein stimmt. Nicht falsch verstehen: wir haben heute einen wunderschönen Ausflug gemacht, und wir konnten uns ganz zufrieden in den Wellness Bereich des Hubertushof zurückziehen und den Tag ausklingen lassen. Übrigens: morgen klart es auf und unsere ersten Almen, die bewirtschaftet sind und die wir besuchen werden, sind schon bestimmt.
zur Fotogalerie